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Buddhistisches Tantra
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Die Nyingma Tradition
Die Nyingma Schule des tantrischen Buddhismus geht auf Padmasambhava und Yeshe
Tsogyal (Abbildung oben) zurück. Padmasambhava brachte um 770 erstmals die
tantrischen Lehren des Buddhismus nach Tibet. Von diesen Lehren ausgehend,
deren Texte vom Sanskrit ins Tibetische übersetzt wurden, bildete sich
allmählich die Schule der "alten" (Nyingma) Übersetzungen, im Unterschied zu
den "neuen" (Sarma) Übersetzungen. Unter diesem Begriff werden die Saskya-,
Kagyu- und Gelug-Schulen des tibetischen Buddhismus zusammengefasst. Die
Nyingma-Schule bewahrt die ursprüngliche nicht-klösterliche tantrische
Überlieferung Indiens und integriert in diese Elemente tibetischer
magisch-schamanischer Praxis. Der Kern der Lehren ergründet die grundlegende
Natur des menschlichen Geistes und hat weder mit indischen noch mit
tibetischen kulturbedingten Vorstellungen etwas zu tun. Vielmehr ist Anspruch
und Methode universal auf das Wohlergehen aller fühlenden Wesen gerichtet.
"Seit Anbeginn trägt die unendliche Anzahl aller existierenden Wesen
den vollkommen reinen Zustand eines erleuchteten Seins
als ihre wesentliche Bedingung in sich;
wissend, das dies auch auf mich zutrifft,
übergebe ich mich der höchsten Erkenntnis."
Longchenpa, ein Nyingma-Meister des 14. Jahrhunderts.
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